Aber bevor er dies
heißt und
wir das "schönste Ende der Welt" betreten dürfen,
muss die
Hürde in Form der neuseeländischen Einreisebestimmung
genommen werden.
Ist doch die Dame am Einreiseschalter nicht wirklich von Udos aktueller
Frisur
angetan und meint nach einem
prüfenden
Blick auf seinen Ausweis mit
Bewerbungsfoto in vollem Ernst: you defenetly need a
haircut.
Was soll man dazu sagen? Besser wohl nichts, bevor das
bevorstehende
Neuseeland-Abenteuer schneller vorbei ist, als wir schauen
können.
Nach weiterer kritischer Befragung lässt sie uns doch
ohne Zwangseinweisung beim Friseur durch.
Beim
Ausfüllen des Deklarationszettel wird dann Moni von starken
Zweifeln befallen: Ohhh, was die wohl zu meinem
Widderhorn sagen werden, das ich seit Indien bei mir habe? Bei Udo, der
ja schon mit Australischen Einfuhrbestimmungen Erfahrung gesammelt hat,
läuten alle Alarmglocken, aber das Widdermädchen ist
nicht
bereit, ihr Fundstück einfach so
abzugeben. "Es wird sich zeigen, ob es bei mir bleiben will
oder
nicht". Und es will, denn glücklicherweise ist der
freundlich wedelnde Hund nur auf
Früchte abgerichtet und nicht auf Himalayawidder!

Daraufhin
kommt
die
Frage, ob wir auch Trekking machen wollen wir. Aber klar
haben wir Trekkingschuhe dabei. Und Udos Schuhe haben
schon einige Tage hinter sich und sind ausgiebig im Pferdestall
getragen. Trotz entsprechendem
Udo-untester-Körperteilgeruch
bestehen die Herren im Anzug darauf, die Stiefel zu inspizieren.
Na gut,
selber schuld. Der nette Herr zieht also mit völliger Hingabe
die
Schnürsenkel auf und popelt mit großem
Pflichtbewusstsein in dem
gutgebrauchten Schuhen rum, bis er völlig zufrieden
irgendwelche Pflanzensamen und Holzspäne ausklopfen kann. Was
für ein Job!.
Ja, wir haben es geschafft und dürfen
neuseeländischen
Boden, sprich Auckland betreten.
Nach etlichen Telefonaten und Kontakten mit neuseeländischen
Pferdeleuten wird uns recht schnell klar, dass unser Plan, beide Inseln
per Pferd zu durchreiten, schwerer umzusetzen ist, als
gedacht. Hat uns
da doch tatsächlich niemand mit drei fertig gesattelten
Pferden am
Flughafen abgeholt! So entscheiden wir uns für die
Südinsel
auf dem Pferderücken und die Nordinsel wird
motorisiert
bereist.

Also
Auto kaufen oder mieten. Nachdem wir auf dem Backpacker
Carmarket nichts passendes finden, versuchen wir unser Glück
bei
einem großen Autoauktionshaus in Auckland. Dort
angekommen fühlen wir uns wie Heidi und Peter von der
Alm: da werden
in einer riesigen Halle alle zwei Minuten ein Auto
verdonnert. Wir
beide sitzen mit großen Augen da, halten die Luft an
und
wagen uns nicht zu bewegen, um nicht versehentlich ein Auto zu
kaufen. Drei Stunden verfolgen wir das Treiben. Leider ist
nichts
für uns dabei oder
wir sind zu langsam, aber es war jedenfalls eine tolle
Erfahrung.
Um nicht noch mehr Zeit in Auckland zu verbringen haben, mieten wir
tagsdrauf also ein Auto und nun kann es losgehen.