In Bali angekommen,
haben wir uns
nach zwei Tagen Kuta, dem australischen Ballermann,
auf den Weg nach Ubud gemacht. Ubud
ist das kulturelle Zentrum Balis. Hier bekommt man alles vom
möchtegern
Picasso bis zur wirklich schönen Kunstwerken.

Landschaftlich
reizt das Landesinneren mit viel Grün und den herrlichen
Reisterassen. Trotzdem
fühlten wir uns nicht völlig wohl. Wir hatte ein
ruhiges,
gemütliches
Inselchen erwartet und
gefunden haben wir ein rühriges, sehr
bevölkertes Eiland. Wollten wir nicht ohne Erwartungen reisen?
Zum ersten mal auf unserer Reise hat uns der Monsun so richtig
erwischt. Insbesondere, als wir mal wieder per Moped unterwegs
waren. Auf der
Suche nach einem trockenen Plätzchen schlüpften wir
auf einem
Gemüsemarkt unter und wollten dort den Schauer abwarten.
Aber als wir uns so durch den Regenschleier umsahen und die entweder
barfüssigen oder in Gummistiefel-steckenden (bei 32 Grad!!)
Balinesen
betrachteten, wurde bald klar, dass das nasse Übel wohl nicht
so
bald
enden wird. Wie gut, dass unsere Regenponchos trocken in unserem Zimmer
liegen. So haben wir also zwei weitere Ponchos zu absoluten
Wucherpreisen erstanden. Handeln war hier wohl zwecklos - und wir
machten uns wieder auf ins Nass.

Nach nahezu einer Woche voller Regen in
Ubud zog es uns weiter in den Norden nach Lovina Beach. Hier
umgekehrtes Bild: erwartet haben wir ein Touri-Gebiet und gefunden
haben wir ein Bungalow am Strand in einem kleinen, verschlafenen
Fischerdorf. Gede, der Bungalowbesitzer, versuchte uns allabendlich die
balinesische Götterwelt näher zu bringen.
Trotz der ruhigen Zeit auf Langkawi sind wir von den vielen
Eindrücken der bisherigen Reise immer noch wie erschlagen und
nicht völlig offen für die Insel. Kein Wunder also,
dass die
Götter uns nicht nur wohlgesonnen waren und sich Moni mit
hohem
Fieber niederlegen musste. Das hat unsere Aktivitäten auf ein
Minimum begrenzt. Um noch etwas zu Kräften zu kommen, strichen
wir
unseren Sydney-Aufenthalt und verbrachten noch
einige Tage in Kuta. Jetzt erst ist auch unsere Seele in Bali
angekommen und so fanden wir inmitten des Gewusel eine Oase der Ruhe
und durften die herzliche Seite der Balinesen kennen lernen.

Der Stopover in Sydney
war wieder einmal eine original Moni und Udo Aktion. Nachdem uns der
Nachtflug und die Zeitverschiebung wirklich geschlaucht
haben, haben uns im Flughafen
von Sydney ein nettes Plätzchen gesucht, den Wecker gestellt
und
sind eingekugelt wie die Katzen in Tiefschlaf verfallen. Kurz vor dem
Wecker wachte Udo auf, geht noch Emails checken, denn es ist ja noch
eine Stunde Zeit... Moni, inzwischen auch wach, wirft noch einen kurzen
Blick auf die
Anzeigetafel und oh Schock, steht da "BOARDING- Last Call" kann doch
nicht sein?
Doch kann sein: Wer denkt schon an
Sommerzeit, wenn man ständig Mails aus Deutschland bekommt,
die
behaupten, es sei
Winter, ekelhaftes Wetter und sch... kalt ;o). Und wie immer in solchen
Situationen ist das Gate wirklich am
A.d.W! Jetzt also hurtig, denn es klingt nicht lustig, wenn deinen
Namen über Lautsprecher nicht richtig
ausgesprochen wird. Hinter uns wurde dann auch
gleich die Tür hochgeklappt. Aber wir durften uns aber noch
setzen
und anschnallen, bevor es
losging. Gut dass es Sitzplatzreservierung gibt!